Den Nationalpark Triglav und seine Struktur verstehen

Nationalpark Triglav • Ljubljanska cesta 27 • 4260 BLED • SLOWENIEN
Tel. +386(0)4 / 578 02 00 • Fax: +386(0)4 / 578 02 01

Häufige Fragen


Wer sind die Parkhüter?

Wie wird man ehrenamtlicher Parkhüter?

Ich möchte im Nationalpark ein Haus bauen oder renovieren, welche Genehmigungen benötige ich?

Worin liegt der Unterschied zwischen dem Zentral- und dem Randgebiet des Parks?

Sind Zeltlager im Park erlaubt?

Wie plane ich eine sichere Bergtour?

Welche Publikationen können hilfreich sein?

Wo kann ich übernachten?


Wer sind die Parkhüter?
Die Parkhüter sind ein wichtiger Teil der Parkverwaltung. Sie behalten sowohl die Entwicklungen der Natur als auch alle Geschehnisse rund um die Parkbesucher im Auge. Sie informieren die Besucher über die Gesetze und Regeln im Park, sorgen dafür, dass diese auch eingehalten werden und können Übertretungen gegebenenfalls bestrafen. Ihre Aufgaben kann man mit den drei Schlagwörtern Information, Kommunikation und Zusammenarbeit zusammenfassen. Sie übernehmen auch Forschungs- oder Bildungsaufgaben, sind für die Erhaltung der Infrastruktur (Aufstellen von Info- und Hinweisschildern sowie Pflege der Wege und Rastplätze) verantwortlich und kümmern sich um die Hütten im Nationalpark. Indem sie die Wiesen mähen, tragen sie wesentlich zur Erhaltung der Kulturlandschaft bei. Zwei Drittel der Parkhüter sind auch Wildhüter.
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Wie wird man ehrenamtlicher Parkhüter?
Jeder der volljährig ist und eine spezielle Ausbildung macht, kann ehrenamtlicher Parkhüter werden. Bis 2002 wurde diese Ausbildung von Nationalpark selbst organisiert, seit 2003 obliegt die Verantwortung dem Umweltministerium.
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Ich möchte im Nationalpark ein Haus bauen oder renovieren, welche Genehmigungen benötige ich?
Der Bau bzw. die Renovierung von Gebäuden ist gesetzlich festgelegt. Erste Informationen bezüglich der Baubestimmungen müssen bei der zuständigen Gemeinde eingeholt werden. Es hängt von der Art der Bauarbeiten ab, ob eine eigene Baugenehmigung eingeholt werden muss, oder ob ein Bescheid der Gemeinde ausreichend ist. Im Gemeindebescheid sind die Kriterien und Bedingungen sowie die im Schutzgebiet geltenden Baubeschränkungen aufgelistet. Da der Nationalpark ein Naturschutzgebiet ist, muss man auch für die kleinsten Bauarbeiten eine Genehmigung bzw. die Zustimmung der zuständigen Behörden (Umweltministerium, Umweltagentur RS) einholen. Das Ansuchen mit einer Beschreibung des Bauvorhabens, dem Gemeindebescheid sowie dem Entwurf (wenn es sich um ein landwirtschaftliches Objekt handelt, ist auch die Meinung der Landwirtschaftskammer beizulegen) ist an das Umweltministerium oder die Umweltagentur RS zu adressieren.
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Worin liegt der Unterschied zwischen dem Zentral- und dem Randgebiet des Parks?
Das Gesetz zur Verwaltung des Parks aus dem Jahr 1981 sieht zwei Schutzstufen vor. Für das Zentralgebiet des Nationalparks gelten strengere Naturschutzbestimmungen und mehr gesetzliche Regelungen. Im Randgebiet des Parks, wo Menschen leben und arbeiten, wird auf eine naturnahe Bewirtschaftung geachtet.
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Darf man im Nationalparkgebiet zelten?
Außerhalb der dafür vorgesehenen Orte, ist das Zelten und Campieren nicht erlaubt. Einige Plätze sind für Zeltlager, die vom Nationalpark selbst organisiert werden, oder für Pfadfinder vorgesehen. Genauere Informationen erhalten Sie bei der Parkverwaltung.
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Wie plane ich eine sichere Bergtour?
Die Anzahl der Bergsteiger steigt stetig an, weil die Saison heutzutage fast das ganze Jahr über dauert. Unerfahrene Bergsteiger sollten bedenken, dass sich die Verhältnisse in den Bergen wesentlich von jenen in den Tälern unterscheiden. Um einen Berg zu bezwingen, sollte man in guter körperlicher Verfassung sein und über genügend Bergerfahrung verfügen. Beides sind Eigenschaften die man sich nicht von heute auf morgen aneignen kann. In den Bergen leben außerdem viele gefährdete Tierarten. Deshalb sollte jeder Bergsteiger versuchen, seine Auswirkungen auf die sensible Umwelt so gering wie möglich zu halten.

Eine der Jahreszeit entsprechende Tour auswählen:
Sommer:

Lange heiße Tage, mit plötzlichen Wetteränderungen. Rasch hereinbrechende Kaltfroten können Gewitter verursachen (Wind, Regen, Blitze – starker Temperaturabfall). Trotz der Wärme können Schneefelder, die vom Bergsteiger überwunden werden müssen, bis spät in den Sommer erhalten bleiben. Die Gefahr eines Steinschlages (ausgelöst durch Wind, Tiere oder Wanderer) ist allgegenwärtig.

Herbst:
Die Tage werden kürzer und kühler, das Gewitterrisiko sinkt. Binnen kurzer Zeit können plötzliche Kaltfronten winterlichen Verhältnissen verursachen. Der Boden ist meist feucht, vor allem an schattigen Plätzen. Auch mit hochwertigem Wanderschuhwerk besteht Rutschgefahr.

Winter:
Die Tage sind kurz, die Nächte eiskalt. Es herrscht erhöhte Lawinengefahr. Der Schnee und der häufig auftretende Nebel beeinträchtigen die Sicht und können zu Orientierungsproblemen führen.

Frühjahr:
Tagsüber ändern die schneebedeckten Berghänge ihre Eigenschaften. Morgens ist der Schnee gefroren und hart, tagsüber jedoch taut es und es besteht Lawinengefahr. Trotz hoher Tagestemperaturen sind winterliche Verhältnisse mit Schnee und Nebel möglich.

Die Komplexität der Verhältnisse in den Julischen Alpen bedeutet, dass Bergtouren außergewöhnlich schön, aber auch gefährlich sind. Vielen Gefahren kann man jedoch durch angemessenes Verhalten und passende Ausrüstung vorbeugen.

Eine Bergtour planen:
Die Wahl der Route sollte der körperlichen Verfassung, der Erfahrung, dem Wissen sowie der Ausrüstung entsprechen. Prinzipiell sollte man mit einfacheren Touren beginnen. Zusätzlich sollte man sich über das aktuelle Wetter informieren, das über das Internet abgerufen werden kann.
Wenn das Gelände der geplanten Tour unbekannt ist, sollte man bei einem Experten Informationen einholen, oder sich einen Führer buchen.
Bevor die Tour beginnt, sollte eine Person über Details zur Tour informiert werden (Ziel, geplante Rückkehr und die Namen aller beteiligten Personen).

Ausrüstung:
Geeignetes Schuhwerk (hohe Bergschuhe mit festen Gummisohlen)
Warme Kleidung (Pullover, Mütze, Handschuhe, Reserve Unterwäsche)
Wind- und Regenschutz (Windjacke / Regenjacke)
Sonnenschutz (Sonnenbrillen, Sonnenöl, Mütze oder Schildkappe)
Erste Hilfe Ausrüstung (Bandagen, Gaze, Pflaster)
Orientierungshilfen (und die nötigen Kenntnisse diese zu benutzen – Landkarte, Höhenmesser, Kompass)
Nahrung und Getränke
Für Wintertouren:
Eispickel, Steigeisen, Verschüttetensuchgerät, Schneeschaufel, Lawinensonde
Um die Wanderungen sicherer zu gestalten, sollten immer ein Eispickel und Stöcke mitgeführt werden, wenn mit Eisplatten und Schnee gerechnet werden muss.
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Welche Publikationen können hilfreich sein?
TNP Führer:
Nationalpark Triglav (herausgegeben vom NP Triglav, verschiedene Autoren – auch in Deutsch erhältlich)
Inhalt: Erläuterungen zum Nationalpark, geschichtliche Hintergründe, Geologie, Klima, Pflanzen und Tierwelt, Naturschönheiten des Nationalparks, Kulturerbe, Naturdenkmäler, Bergsteigen sowie Beschreibung einiger Touren)

Nationalpark Triglav (herausgegeben vom Verlag „Mladinska knjiga d. d.“, Ljubljana 2001, Autoren: Tea Lukan Klavžer und Martin Šolar). Inhalt: Ursprung und Entwicklung des Nationalparks, Geologie, Gewässer, Klima, Fauna, Flora, Ansiedlungen, Almwirtschaft, Naturschönheiten, Kulturdenkmäler, Tourismus und Erholung, Bergsteigen, Ski-Touren, Höhlenforschung, Radfahren, Paragleiten, Berg-Touren

Führer durch die östlichen Julischen Alpen:
Der bedeutendste Führer in diesem Bereich ist jener von Tine Mihelič mit dem Titel „The Julian Alps“ (7. Auflage, Verlag Planinska PZS). Dieses Buch gibt Auskunft über Wanderwege und über Bereiche ohne Wege. Weiters wird ein Überblick über die vorhandenen Berghütten vermittelt.
Publikationen des TNP
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Wo kann ich übernachten?
Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie in den vom Nationalpark Triglav geführten Berghütten, sowie im Besucherzentrum Trenta und in einigen anderen Berghütten und Feldlagern.
Sie können aber auch auf einigen Campingplätzen, in Hotels sowie in privat geführten Pensionen und Ferienwohnungen übernachten.
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GUIDE TO TRIGLAV NATIONAL PARK 1.5. - 31.10. 2012


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Triglav bei flickr

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Ein Fotomosaik des Nationalparks Triglav vom Flickr Photoportal.


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